Seit der Gründung des FGK im Jahr 1986 ist das Themen- und Aufgabengebiet der natürlichen Rohstoffe und Industrieminerale fest verwurzelt mit dem Institut. Zum 01.08.2017 hat das FGK seine fachliche Kompetenz im Bereich der natürlichen Rohstoffe und Industrieminerale durch die Neubesetzung der Position der Arbeitsgruppenleitung „Rohstoffe“ zielgerichtet erweitert und damit klare Stellung zum nachhaltigen Ausbau des Arbeitsbereiches bezogen.

Dr. Christoph Piribauer

Der neue Arbeitsgruppenleiter Dr. Christoph Piribauer studierte zunächst Angewandte Geowissenschaften an der Montanuniversität Leoben (Schwerpunkt Mineralogie und Rohstoffgeologie) und wechselte anschließend an die RWTH Aachen, wo er am Institut für Mineralogie und Lagerstättenlehre auf dem Gebiet Mineralogie, Geochemie und Lagerstättenlehre Forschungsprojekte bearbeitet hat und über das Thema Fluid-Gesteins Wechselwirkung im Outokumpu Ophiolith promovierte. Parallel dazu leitete er das „Fluid Inclusion“ Labor und übernahm Aufgaben in der Lehre.

Nach erfolgreichem Abschluss seiner Dissertation wechselte er zur RHI an den Standort Leoben. Im Bereich Strategische Forschung war er für langfristige zukunftsorientierte Rohstoff-Forschungsprojekte zuständig. Neben der Leitung von Forschungsprojekten umfassten seine Tätigkeiten auch die Entwicklung neuer Prozesse in der Rohstoffherstellung, die technische Betreuung von Produktionsstandorten, sowie die Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten. In seiner Position war Dr. Piribauer ebenfalls Hauptansprechpartner für Fragestellungen im Bereich „Wet Process“ (Herstellung von MgO aus Seewasser und Brines), Kaustertechnologie, Hydrometallurgie, Rohstoffsynthese, Autoklaventechnologie, chemische und mineralogische Analytik sowie Aufbereitung mineralischer Rohstoffe.

Der Geschäftsführer Dr. Markus Zwick betont, dass durch die Einstellung von Herrn Dr. Piribauer ein wichtiger Schritt getan ist, um die regionalen, vornehmlich mittelständischen Rohstoffbetriebe bei der Umsetzung ihrer Innovationen und der nachhaltigen Verwertung ihrer Bodenschätze zu unterstützen. Hierbei stehen neben dem weiteren Ausbau der Kompetenzen im Bereich Rohstoffanalytik neue Aufbereitungstechniken, Funktionalisierung natürlicher Rohstoffe und Erschließung neuer Anwendungsfelder und Einsatzgebiete im Fokus der Tätigkeiten der Arbeitsgruppe.